Gibt es für Mozartkugeln auch eine italienische Bezeichnung? Ich denke man könnte
Mozart Cioccolata oder Mozartkugeln Cioccolata sagen. Jedenfalls handelt es sich hierbei um eine rhetorische Frage, welche man nicht unbedingt beantworten müsste.
Leider kenne ich keine Italiener persönlich um hier nachfragen zu können.
Da ich absolut keinen Ahnung habe, und mein Kopf leer wie nie zuvor anfühlt, musste ich die letzten Wochen noch wartend verbringen.
Inzwischen dämmert es mir aber schön langsam und ich bin zuversichtlich mir selber bald eine Antwort präsentieren zu können.
Fehlt eigentlich nur noch diese Erkenntnis dann hier in mein Tagebuch zu schreiben. Zumindest könnte ich mir ein paar Gedanken machen, in welche Worthülsen ich dieses Ergebnis packen könnte. Dieses Vorhaben schmeckt mir jedenfalls persönlich ganz gut, und Weihnachten steht ja auch bald wieder vor der Tür.
Schwandirischwunda - 13. Nov, 14:59
Ich bin gestern mit dem Bus nach St.Pölten gefahren. Eine Schulklasse war auch dabei. Die Schüler konsumierten Alkohol und nach 10 Minuten waren die ersten schon betrunken. Die Lage eskalierte vor St.Pölten als viele Betrunkene auf die Toilette mussten aber der Bus nicht hielt. Also pinkelten manche der ungezogenen Jugendlichen kurzerhand in Flaschen. Dosen und Becher flogen durch den Bus. Ich war echt entsetzt mir so etwas bieten lassen zu müssen.
Erst bei der Ankunft in St. Pölten wurden die Schüler von den Lehrern zurechtgewiesen.
Ich konnte es nicht fassen ...
Schwandirischwunda - 9. Nov, 07:48
Manchmal denke ich, ich habe in meinem Leben nicht genug geleistet. Aber jetzt denke ich: Diese Tage die ich in unliebsamer Zweisamkeit verbracht habe, wenn sie auch keinen einzigen Menschen geholfen haben, haben sich trotzdem tausendmal gelohnt.
Um diese Zeilen besser verstehen zu können ergänze und erkläre ich meine gewagte Aussage gerne. Ich bin eine europäische Frau die sich so fühlt wie viele andere Frauen aus Frankreich und Ungarn auch, selbstverständlich auch nicht zu vergessen die Geschlechtsgenossinnen aus Finnland, Russland, Großbritannien, Kroatien, Portugal, Holland und Deutschland. Bei aller Verschiedenheit und Buntheit ihrer Gesichter und Gedanken, ist es wie wenn sie alle blind den Weg aus ihrer Einsamkeit gefunden haben.
Teilweise waren es Ansichten, die schrittweise diese wichtige Motivation gewinnen konnten, wie zum Beispiel bei einer jungen Dame aus dem Uralgerbirge, die sich zu einer überzeugten Europäerin entwickelte, welche sich nicht länger hinter ihren verklemmten Gedanken verstecken wollte.
Manchmal sind es ganz bestimmte Schlüsselerlebnisse wie bei einer Türkin die ich sogar persönlich kennengelernt habe. Sie lernte Wut kontraproduktiv zu verarbeiten, eine Gabe die nicht jeder sein Eigen nennen kann. Dazu waren ganz radikale Brüche nötig. Das behaupte ich hier ganz offen.
Ausgehend von meinen Lebenserfahrungen und den Erfahrungen anderer Frauen, kann ich behaupten durch meine bestimmt nicht einfache Rolle, ganz eigene Zukunftsvisionen entwickelt zu haben. Natürliche spielen da Ängste auch eine Rolle, aber die gilt es zu überwinden.
Schwandirischwunda - 6. Nov, 11:19
Nur wer es selbst erlebt, kann da mitreden, denke ich. Auf einmal liegt man im Bett und möchte einschlafen. Kann aber nicht, und die Schlaflosigkeit denkt noch lange nicht ans Aufhören.
Aber der Reihe nach.
Ich hatte mir gestern Abend vorgenommen, mir selbst Notizen über meine Schlafprobleme aufzuschreiben, die ich erlebe und die ich wahrnehme. Dann hatte ich mir in der nächsten Tankstelle gestern Abend noch eine Zeitschrift gekauft.
Ich habe nur den kurzen Sportteil gelesen. Alle anderen Themen (Gesundheit, Gesellschaft, Werbung, usw) wurden nur flüchtig überflogen.
Alles unspektakulär beschrieben und ich fühlte mich bei zu vielen Berichten einfach nicht angesprochen. Als dann noch der Chefredakteur schrieb, man könne alle Inhalte der Zeitschrift auch gratis im Internet lesen, da war mir klar, ich hab mein Geld wieder einmal zum Fenster rausgeworfen.
Ich habe mich darauf so geärgert, dass ich wieder einmal eine schlaflose Nacht verbringen musste.
Bin ich wirklich so blöd?
Schwandirischwunda - 31. Okt, 10:08
Gestern Abend habe ich zum Schlafen gehen noch ein Gläschen Wein getrunken. Obwohl es eigentlich nichts zum feiern gab. Zum Rosendornenfest am Wochenende konnte man ja wirklich nicht mehr hingehen. Immer die gleichen Gesicher dort. Es entsteht ein Saufgelage, das sich durch den ganzen Ortskern zieht und man in den kleinen Gässchen überall stehen bleiben kann um sein Glas neu aufzufüllen. Widerlich sowas.
Da bleib ich doch lieber zu Hause und trink gemütlich ein(!)
Glas Wein aus Österreich bei mir alleine im Wohnzimmer.
Schwandirischwunda - 24. Okt, 09:15
Meine Freundin klingelte vorhin an der Tür, und gab mir eine Schachtel
Mozartkugeln von ihrem letzten Österreich Urlaub. Oh nein! Ich warf ihr das Geschenk vor die Füsse. Sie wusste doch dass ich auf Diät war, und dann sowas.
Wie jeder Diät Praktikant belüge ich mich selbst. Von dem schlanken Bauch ist nichts zu merken. Auf meinen Tellern lasse ich nie was übrig - damit ich mir am nächsten Morgen nicht den Vorwurf machen muss, nicht aufgegessen zu haben. Der nächste Morgen ist sowieso schon schlimm genug. Dann fühle ich mich immer total übergwichtig wie ein japanischer Sumoringer nach einer durchzechten Nacht. Wenn ich an dem Mülleimer vorbeischleiche, in dem die zerknüllten Verpackungen meiner letzten kulinarischen Genüsse liegen, wird mir schlecht.
Schwandirischwunda - 16. Okt, 11:50
Zuviel musste ich heute schon ertragen. Irgendein Vogel ist am frühen Morgen mit voller Wucht gegen mein Schlafzimmerfenster geknallt. Obwohl ich mich im Bett befunden hatte, habe ich nicht geschlafen und musste mir die Tragödie vom kurzen Anfang bis zum apruppten Ende mit ansehen. Im Hintergrund höre ich die laute Schlagermusik des Nachbarn durch die dünnen Wände. Roland Kaiser, Udo Jürgens, Wolfgang Petry, wenn es sie nicht gäbe müsste man sie erfinden. So ruhig könnte es hier sein. Man könnte hier wunderbar entspannen.
Außerdem sehe ich wie die Wolken im Wind tanzen und mich mit ihren fantasievollen Formen niederträchtig auslachen.
Falls es jetzt anfangen sollte zu regnen, weiss ich, es sollte nur mir gelten.
Ich kann meinen verzweifelten Blick auf die Wolken von meinem Küchenfenster aus nur schwer losreissen.
Es wäre einfach schön sich nur mit einem Kopftuch bekleidet im Wind der Sorgen zu wirbeln, und die Wolken hinter sich liegen zu lassen.
Schwandirischwunda - 13. Okt, 10:11
Bei diesem sonnigen Morgen habe ich wirklich keine Lust nach draussen zu gehen. Wahrscheinlich wird das heute wieder ein lustloser Donnerstag. Zwischen den Werbeblöcken im TV gehe ich regelmässig vor den Spiegel um mich zu schminken. Ich bin ich dann immer etwas niedergeschlagen. Das Fernehprogramm war ja auch schon mal besser. Wo sind nur all diese Talkshows hin? Vera, Britt, Andreas Türk, Arabella, Ricky, Bärbel Schäfer, und so weiter. Ach, wie habe ich Sehnsucht nach einem interessanten Gesprächsthema mit intelligenten Gästen und einer hinreissenden Moderatorin oder einem gut aussehenden Talkmaster wie es Andreas Türk war. War das nicht schön? Diese Sendungen über Gerichtsverhandlungen hängen mir schon zum Halse raus. Ich fühle mich dann immer so deprimiert und in meiner Würde als Konsument des Kabelfernsehens verletzt. Aber was sollte ich sonst machen ausser vor der Glotze zu sitzen?
Schwandirischwunda - 12. Okt, 09:56